Formel 1 - Hungaroring 09 - Backstage
Budapest, eine der schönsten Städte Europas, mit einmaligen Bauwerken und Brücken entlang der Donau, war bereits zum 24. Mal Anziehungspunkt für alle Formel 1 Begeisterte. Insbesondere auch der Fans aus Österreich, denn seit es in Österreich kein Formel 1 Rennen mehr gibt, ist der Hungaroring fast so etwas wie der Heim Grand Prix der Österreicher.
Mehr als 100.000 begeisterte Zuschauer beobachteten entlang der 4,384 km langen Stecke bei großartigem Wetter das Renngeschehen. Viele davon blieben das ganze Rennwochenende, checkten in eines der unzähligen Hotels in Budapest ein, oder campierten auf den Campingplätzen direkt am Hungaroring.
Einen besonderen Eindruck hinterlässt die Formel 1 natürlich, wenn man einmal hinter die Kulissen eines Rennens blicken kann. Nachdem mich Mario Lang, Inhaber der Firma Finnrealx in Budapest eingeladen hatte, machten wir uns auf den Weg zum Hungaroring, der nordöstlich von Budapest liegt. Für Presse und VIP-Gäste wird der Anfahrtsweg mit einer eigenen Spur auf der Autobahn M3 schon einmal sehr flott gestaltet. Aber auch für alle anderen Besucher, ist mit einem sehr durchdachten Einbahnsystem, sowohl die Anfahrt, als auch die Abfahrt von der Grand Prix Stecke sehr schnell, ohne größere Staus, zu bewältigen.
Schon um 9.00 Uhr in der Früh ist einiges los. Im Fahrerlager ist es allerdings noch ruhig, doch das sollte sich in Kürze ändern. Unzählige Teams von Fernsehstationen sind schon unterwegs, um Fahrer, Teamchefs und Prominente vor die Kamera zu bekommen. Dazu natürlich auch eine Schar von Fotografen, die zum Teil im Laufschritt durchs Fahrerlager sprinten, um die besten „Shots“ zu erhaschen.
Wir gehen das ganze zunächst einmal etwas gemütlicher an und trinken im Motorhome von Ferrari einen original italienischen Espresso. Die Stimmung bei Ferrari ist nach dem schweren Unfall von Felipe Massa beim Qualifying natürlich nicht die beste und seine Genesung hat Priorität, der sportliche Erfolg ist daher nur zweitrangig.
Magischer Anziehungspunkt in der Boxenstrasse ist die „Red Bull Energy Station“. Um vieles größer als alle anderen Motorhomes der Konkurrenz: dreistöckig, mit Restaurant, Bars und einer Terrasse, von der aus man einen Teil der Rennstrecke einsieht. Nicht weniger als 24 Trucks sind für den An- und Abtransport der Energy Station erforderlich.
Gegenüber, hinter den Trucks und oberhalb der Boxen, sind schon die ersten Gäste im „Paddock Club“ eingetroffen und stimmt sich bereits mit Champagner auf das Rennen ein.
Von dort aus hat man den direkten Blick auf die Start/Ziel Gerade und sieht direkt hinunter auf die Boxenstrasse, wo die Teams zum Reifenwechsel und Nachtanken hereinkommen.
Wenn man durchs Fahrerlager geht, trifft man alle paar Meter bekannte Gesichter aus dem Formel 1 Zirkus. Bevor es richtig losgeht, darf man in die Boxenstrasse hinein, die Autos werden herein geschoben und nochmals in den Boxen gecheckt. Nach einer guten halben Stunde heißt es für die Besucher wieder hinaus und die Boliden fahren der Reihe nach zum Start. Dort werden dann die letzen Vorbereitungen getätigt, bevor es in die Aufwärmrunde geht. Den Start wollen wir uns vom Übergang auf die Rennstrecke anschauen. Der Lärm, den die 20 Rennwagen machen, wenn sie mit ca. 300 kmh gemeinsam auf die erste Kurve zurasen, ist der pure Wahnsinn, ohne Ohrenstöpsel oder Ohren zuhalten nicht zu ertragen.
Nach 70 Runden geht dann Lewis Hamilton als Sieger durchs Ziel. Eine Überraschung nach den bisherigen Ergebnissen, aber McLaren-Mercedes hat auch die beiden vorigen Grand Prixs in Ungarn gewonnen. Die Start-Zielgerade wird für die Besucher geöffnet, die dann in Massen zur Siegerehrung strömen, wo sich Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen (2.) und Mark Webber (3.) feiern lassen Für alle Medienvertreter heißt es jetzt wieder Schwerstarbeit, wer erwischt wen für ein Interview. Die Teams packen bereits zusammen: Reifenstapel, das ganze Equipment muss wieder in die Trucks. Eine gute Stunde nach Rennende wird es schon ruhiger, Niki Lauda wird von RTL noch immer interviewt. Viele der Fans bleiben noch da, feiern weiter, die anderen machen sich auf den Heimweg. Manche schon in Gedanken an den nächsten Grand Prix am Hungaroring.
Die Toyota Box macht sich fertig für den Start.
Robert Kubica und Lewis Hamilton einmal anders.
Peter Papula vor der Brawn GP Box.
Maria und Willi Opitz, der das McLaren Team mit seinen Weinen beliefert und Mario Lang vom exclusiven Wellness Ausstatter Finnrelax in Budapest.
Niki Lauda, der RTL bei allen GrAND PRIXS sein Insider Wissen vermittelt.
Die Start/Ziel Gerade am Hungaroring:
mit über 300 Kmh geht es auf die erste Kurve zu.
David Coulthard, Ex Formel 1 Star und Eddie Jordon, ehemaliger Besitzer des gleichnamigen Rennstalls beim Interview für BBC.
Sonny Boy und Feschak Nico Rosberg mit seiner Pressesprecherin von Williams.
Die Reifen haben ausgedient, der Grand Prix 09 von Ungarn ist Geschichte.
Fotos: Peter Papula
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9. bis 15. November 2009
















